Bernhard Bauknecht

deutscher Landwirtschaftspolitiker; CDU; Vors. des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bundestag 1953-1969; Präs. des Dt. Bauernverbandes 1954-1959; Gründer und Hrsg. des Wochenblatts "Schwäbischer Bauer"

* 31. März 1900 Ravensburg

† 23. Oktober 1985 Ravensburg

Wirken

Bernhard Bauknecht, kath., war Sohn eines Landwirts in Albertshofen/Ravensburg in Oberschwaben. Die Familie sitzt urkundlich nachweisbar schon seit 1690 auf dem alten früheren Lehnshof des Klosters Weingarten oberhalb der Stadt. B. besuchte das humanistische Gymnasium in Ravensburg bis zur mittleren Reife, anschließend die Landwirtschaftsschule und studierte dann Landwirtschaft an der Hochschule Hohenheim bei Stuttgart (heute Universität Stuttgart-Hohenheim). Die Erkrankung seines Vaters zwang ihn zum vorzeitigen Abbruch des Studiums. Nach dem Tod des Vaters übernahm er 1926 das elterliche Anwesen und baute es im Laufe der Jahre zu einem vorbildlichen Betrieb auf dem Gebiet der Pferde-, Rinder- und Schweinezucht aus. Im gleichen Jahr wurde er auch zum Vorsitzenden des örtlichen Bauernverbandes gewählt und übernahm zwei Jahre später die Leitung des Bezirksobstbauvereins.

Über das Genossenschaftswesen kam B. zur Politik und gründete 1928 gemeinsam mit dem späteren Kultusminister Dr. Sauer die Zentrumsjugend in Ravensburg und Oberschwaben. Als Vertreter der damals jungen Generation wurde er 1931 in den Gemeinderat der Stadt Ravensburg gewählt. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 ...